Ein Hall-Effekt-Schalter erfasst den Tastenweg über ein Magnetfeld statt über einen mechanischen Kontakt. Im Gegensatz zu Reed-Schaltern und Potentiometern arbeitet die Hall-Messung mit einem elektronisch aufbereiteten Signal. Technische Daten wie Auslöseweg, Betätigungskraft und Abfragerate helfen Ihnen, passende Magnetschalter bei Krome Keyboards für Ihr Layout zu wählen.
Wie messen Hall-Effekt-Schalter den Tastenweg?
Eine Hall-Effekt-Taste enthält einen Magneten, der sich beim Drücken bewegt. Auf der Platine sitzt ein feststehender Sensor, der die Veränderung des Magnetfelds registriert.

Wie funktioniert der Hall-Effekt?
Der Hall-Effekt entsteht, sobald Strom durch einen Leiter oder Halbleiter fliesst und ein Magnetfeld quer zur Stromrichtung anliegt. Die Lorentzkraft, also die Kraft eines Magnetfelds auf bewegte Ladungen, lenkt die Ladungsträger seitlich ab. Dadurch entsteht quer zum Stromfluss eine messbare Spannung: die Hallspannung.
Wird das Magnetfeld umgepolt, wechselt die Hallspannung ihr Vorzeichen. Fehlt der Strom durch das Hall-Element oder das Magnetfeld, ist sie null, wie das Physikdepartement der ETH Zürich erläutert.
Wie wird aus einer Tastenbewegung ein Messwert?
Drücken Sie eine Taste, bewegt sich der Magnet und verändert das Feld am Sensor. Aus dieser Veränderung lässt sich die Tastenposition ableiten. Zwischen Taste und Sensor braucht es dafür keinen Schleifkontakt, der Sensor bleibt aber über elektrische Anschlüsse mit der Platine verbunden.
Der Unterschied liegt im Detail: Abstand, Lage und Ausrichtung von Magnet und Sensor prägen das Signal. Ändert sich der Luftspalt zwischen beiden, kann sich auch die ausgegebene Position verschieben.
Ist der Hall-Sensor aktiv oder passiv?
Das Hall-Element liefert nur eine kleine Spannung. Ein Hall-Sensor-IC verstärkt und verarbeitet sie zu einer analogen Spannung oder einem digitalen Schaltsignal. Weil dieser vollständige Baustein eine externe Stromversorgung benötigt, gilt er im praktischen Sprachgebrauch häufig als aktiver Sensor.
Eine andere messtechnische Einteilung stuft das reine Hall-Element dagegen als passives, auch modulierendes Messelement ein, obwohl es für die Messung Strom braucht. Ob «aktiv» oder «passiv» zutrifft, hängt also von der gewählten Einteilung ab.
Was unterscheidet Hall-Sensoren von Kontaktschaltern?
Die magnetische Messung ersetzt Bauteile, die bei anderen Eingabeprinzipien mechanisch arbeiten. Der Vergleich mit Potentiometer und Reed-Schalter zeigt, was dabei tatsächlich wegfällt und welche Unterschiede beim Schalten bestehen.

Welche Kontakte entfallen bei der Messung?
Ein Potentiometer misst die Position über einen Schleifkontakt, der sich mit der Zeit abnutzt. Ein Hall-Sensor erfasst dieselbe Position ohne diesen elektrischen Schleifkontakt und vermeidet damit dessen typischen Verschleiss.
Im Gegensatz dazu reagiert ein Reed-Schalter zwar ebenfalls auf ein externes Magnetfeld, schaltet aber weiterhin mechanische Kontakte. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
- Potentiometer: Positionsmessung über einen Schleifkontakt, der typischem Verschleiss unterliegt.
- Reed-Schalter: Das Magnetfeld betätigt mechanische Kontakte, im passiven Zustand fliesst kein Strom.
- Hall-Sensor: Liefert ein elektronisch aufbereitetes Signal, das einen versorgten Schaltkreis voraussetzt.
Wie unterscheiden sich Reed- und Hall-Schalter beim Schalten?
Beim Reed-Schalter beschreibt die Hysterese den Abstand zwischen Schliess- und Öffnungspunkt. Der Schalter öffnet also an einer anderen Stelle, als er schliesst.
Ein untersuchter Vergleich beschreibt Hall-Effekt-Sensoren als programmierbar und schreibt ihnen eine höhere Signalwiederholgenauigkeit ohne Schalterhysterese zu.
Derselbe Vergleich nennt Hall-Effekt-Sensoren für magnetische Erkennung mit Frequenzen über 1 kHz als geeigneter. Reed-Schalter stossen dort an physikalische Betriebsgrenzen.
Wo liegen die Grenzen der kontaktlosen Messung?
Der fehlende Schleifkontakt macht eine Tastatur nicht verschleissfrei. Mechanik, Magnetbefestigung, Lötstellen und Elektronik bleiben mögliche Fehlerquellen. Ergänzend dazu können magnetische Fremdfelder die Hall-Messung beeinflussen, weshalb manche Hall-Sensor-ICs konstruktive Gegenmassnahmen besitzen.
Auch die Temperatur wirkt auf die Messung: Magnetfeldstärke und Sensorparameter können sich mit ihr verändern. Temperaturkompensation und Kalibrierung werden eingesetzt, um diesen Einfluss zu berücksichtigen.
Magnetschalter für präzise Tastenwege
Hall-Effekt-Schalter erfassen den Tastenweg über ein Magnetfeld, ohne Schleifkontakt und dessen typischen Verschleiss. Wählen Sie Ihre Magnetschalter bei Krome Keyboards.
Welche technischen Daten zählen bei Hall-Effekt-Schaltern?
Datenblätter von Magnettasten nennen viele Werte, doch nicht jeder höhere oder kleinere Wert bedeutet einen Vorteil. Entscheidend ist, welche Kennzahl zu Ihrer Nutzung passt und welche sich zwischen Herstellern überhaupt vergleichen lässt.

Welche Wege und Kräfte sollten Sie vergleichen?
Wer Magnetschalter vergleicht, prüft zuerst einige Grundwerte:
- Betätigungskraft: die Kraft, die eine Taste zum Auslösen braucht, angegeben in cN oder gf.
- Auslöseweg und Gesamtweg: der Weg bis zur Registrierung und der gesamte Hub bis zum Anschlag.
- Einstellbarer Triggerpunkt: die Möglichkeit, den Auslösepunkt per Software festzulegen.
Kürzer ist dabei nicht automatisch besser: Ein Auslöseweg von 0,1 mm eignet sich nicht für jede Eingabe. Ebenso bedeutet eine Abfragerate von 8000 Hz nicht, dass sich schneller tippen lässt.
| Kennzahl | Einheit | Einordnung |
| Betätigungskraft | cN oder gf | Grundwert für das Tippgefühl |
| Auslöseweg | mm | 0,1 mm passt nicht zu jeder Eingabe |
| Gesamtweg | mm | Hub bis zum Anschlag |
| Abfragerate | Hz | 8000 Hz bedeutet nicht automatisch schnelleres Tippen |
| Triggerpunkt | einstellbar | Auslösepunkt per Software wählbar |
Welche weiteren Angaben helfen bei der Einordnung?
Rapid Trigger und analoge Eingabemöglichkeiten ergänzen die Grundwerte als zusätzliche Funktionen. Lebensdauerangaben verschiedener Schalter hingegen lassen sich oft nicht direkt gegenüberstellen.
Auch die Stärke des Magneten allein sagt wenig über die Qualität. Wie oben erwähnt, hängt die Positionsausgabe ebenso von der Anordnung von Magnet und Sensor und der Verarbeitung des Signals ab.
Welche Schalter passen zum gewählten Layout?
Bei Krome Keyboards stimmen Sie beim Konfigurieren die Schalterauswahl auf das gewählte Tastaturmodell ab. Welche Varianten infrage kommen, entscheidet sich je nach Layout und Gehäuse.
Krome Keyboards führt die Akko MOD68 HE als Hall-Effekt-Tastatur mit ISO-Layout und Aluminiumgehäuse. Die Skyloong GK68 HE kombiniert Hall-Effekt-Schalter mit ANSI-Layout im kompakten 65-%-Format.
Häufig gestellte Fragen
Welche Tastaturen auf Basis der MOD68 HE gibt es bei Krome Keyboards, und in welchen Layouts sind sie erhältlich?
Krome Keyboards bietet auf Basis der MOD68 HE die Modelle Glade, Gold Rush, Java und Luna an. Alle vier sind im ISO-65-%-Format aufgebaut und für ISO und ANSI erhältlich.
Was ist das Tastaturdesign Project Blue von Krome Keyboards?
Project Blue ist ein Tastaturdesign von Krome Keyboards mit Hall-Effekt-Technologie. Es kombiniert die magnetischen Schalter mit PBT-Tastenkappen.
Wovon hängt die Signalqualität eines Hall-Sensors ab?
Die Hallspannung hängt unter anderem vom Strom durch das Hall-Element und vom Magnetfeld ab. Hinzu kommen Rauschen, Offset und die Signalaufbereitung, die bei der Auslegung eines Hall-Sensors berücksichtigt werden.